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Osteopathische Manipulationstherapie (OMT) in der Pädiatrie wurde hinsichtlich der Sicherheit als unbedenklich eingestuft

Ein Baby wird in Hamburg von einem Osteopathen untersucht.
Osteopathische Manipulationstherapie (OMT) in der Pädiatrie wurde hinsichtlich der Sicherheit als unbedenklich eingestuft

In einem aktuellen Scoping-Review wurde der Einsatz von OMT in der Pädiatrie im Hinblick auf Sicherheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit untersucht. Weiterhin identifizierten die AutorInnen Forschungslücken in der pädiatrischen osteopathischen Medizin, um Empfehlungen für zukünftige Forschung zu geben.

Info: Scoping-Reviews dienen der Orientierung über den aktuellen Stand der verfügbaren Forschungsliteratur und geben einen Überblick über die vorhandene Evidenz.

Wen die genauen Daten interessieren:

Methoden

Es wurde eine systematische Scoping-Analyse unter Verwendung von sechs Operatoren in insgesamt 10 verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Es wurden ausschließlich Primärstudien aus den USA an Kindern im Alter von 0-18 Jahren in den Review eingeschlossen. Außerdem wurde ein Bewertungssystem benutzt, welches die Studien nach Studiendesign, Verzerrungsrisiko, Publikationsbias, Konsistenz der beobachtbaren Effekte und weiteren Kategorien einstuft, um abschließende Empfehlungen aussprechen zu können. 

In der untenstehenden Tabelle sind die verschiedenen Schritte des Empfehlungsprozesses dargestellt:

Ergebnisse:

Insgesamt wurden 315 Artikel mit 30 enthaltenen Studien in den Review eingeschlossen, da sie die Ein- und Ausschlusskriterien erfüllten. Von den 30 Studien enthielten 13 Studien diejenigen Daten, die eine statistische Analyse zur Wirksamkeit und Signifikanz zulassen.
Die Mehrheit der eingeschlossenen Studien wurden aufgrund methodischer Qualitätsmängel und Verzerrungen mit einer schwachen klinischen Evidenz bewertet.

Zudem gaben die AutorInnen die Einschränkung des Scoping-Reviews an, der darin besteht, dass ausschließlich Studien aus den USA eingeschlossen wurden.

 

Das untenstehende Diagramm stellt die relativen Häufigkeiten der Studientypen in Prozent dar:

Abbildung 2: Relative Häufigkeit der in die Übersicht einbezogenen Studien in Prozent. Modifiziert nach DeMarsh et al., 2021

Aus diesen Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass es nur wenig belastbare Forschungsdaten in Form von randomisierten, kontrollierten Studien (RCT) in der pädiatrischen osteopathischen Medizin gibt, was eine evidenz-basierte Aussage über die Wirksamkeit von OMT bei Kindern verhindert. Jedoch wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen nach einer Behandlung mit OMT beobachtet, was die Sicherheit und Durchführbarkeit von OMT im klinischen Setting belegt. 

Die ForscherInnen empfehlen weitere qualitativ hochwertige Forschung in diesem Bereich, um dem Potenzial von OMT in der Pädiatrie gerecht zu werden und die Wirksamkeit zu untermauern (DeMarsh et al. 2021).

 

Literatur

DeMarsh S, Huntzinger A, Gehred A, et al. Pediatric osteopathic manipulative medicine: A scoping review. Pediatrics. 2021;147(2)



ENGLISH

Osteopathic manipulative therapy (OMT) in pediatrics shows no adverse effects and can be rated as safe in the clinical setting

A recent scoping review examined the use of OMT in pediatrics in terms of safety, feasibility, and efficacy. Further, the authors identified research gaps in pediatric osteopathic medicine to provide recommendations for future research.

Info: Scoping reviews provide guidance on the current state of the available research literature and provide an overview of the existing evidence.

Those interested in the exact data:

Methods

A systematic scoping analysis was conducted using six operators in a total of 10 different databases. Only primary studies from the United States in children aged 0-18 years were included in the review. A grading system was also used to rank the studies according to study design, risk of bias, publication bias, consistency of observable effects, and other categories in order to make final recommendations. 

The table below shows the different steps of the recommendation process:

Results:

A total of 315 articles with 30 included studies were included in the review because they met the inclusion and exclusion criteria. Of the 30 studies, 13 studies included those data that allowed statistical analysis for efficacy and significance. 

The majority of the included studies were rated as having weak clinical evidence due to methodological quality deficiencies and bias.

In addition, the authors cited the limitation of the scoping review, which was that only studies from the United States were included.

The chart below represents the relative frequencies of the study types in percentages:

Figure 2: Relative frequency of studies included in the review, in percent. Modified after DeMarsh et al., 2021

In conclusion there is little robust research data in form of randomized controlled trials (RCT) in pediatric osteopathic medicine, which prevents an evidence-based statement about the efficacy of OMT in children. However, no adverse effects were observed after treatment with OMT, demonstrating the safety and feasibility of OMT in the clinical setting. 

The investigators recommend further high-quality research in this area to address the potential of OMT in pediatrics and to substantiate its efficacy (DeMarsh et al. 2021).

Literature

DeMarsh S, Huntzinger A, Gehred A, et al. Pediatric osteopathic manipulative medicine: A scoping review. Pediatrics. 2021;147(2)

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